Lai Chau ist eine Provinz im Nordwesten Vietnams und hat gut 400 Tausend Einwohner. Die Provinzhauptstadt Lai Chau (Stadt) ist rund neun Autostunden von Hanoi entfernt.
Das regionale Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner lag im Jahr 2011 (Daten 2011, zu Preisen 1994) bei knapp 4 Millionen VND (oder umgerechnet nicht einmal 200 USD) gegenüber einem Durchschnittswert für Gesamtvietnam von mehr als 1.370 USD (2011). Das Dorf Pha Bu liegt in der Gemeinde Pa U im Bezirk Muong Th, 35 km entfernt vom Zentrum des Bezirks. Die Wege sind in schlechtem Zustand und Steigungen, Flüsse und andere Hindernisse machen eine Zufahrt mit dem Auto praktisch unmöglich.
Die meisten der 50 Familien leben, nicht zuletzt durch die fehlende Infrastruktur, aber auch aufgrund alter Traditionen und altmodischer Anbaumethoden, in größter Armut und verfügen weder über das notwendige Bewusstsein noch über die finanziellen Mittel, um eine entsprechende Schulausbildung ihrer Kinder unterstützen zu können. Die Bevölkerung gehört der ethnischen Minderheit der „La Hu“ an, deren Gesamtgröße in Vietnam auf nur 7.000 geschätzt wird. Ihre Sprache ist Tibeto-Burman. Im Dorf leben rund 40 Kinder im Volksschulalter.
Die alte Schule – ein Holzbau mit Blechdach – wurde Ende des Jahres 2015 durch einen Sturm zerstört. Da die nächstgelegene Schule 30 km entfernt und daher für die Kinder unerreichbar ist, musste der Unterricht in provisorisch errichteten Klassenzimmern abgehalten werden.
Die neue Schule – aufgrund des schwierigen Antransports des Materials eine stahlbasierte Konstruktion mit einem Fundament – umfasst zwei Klassenzimmer mit je 25 m2 sowie eine Toilette.

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